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Long Covid

Überstandene Corona-Infektion, doch nichts ist mehr wie früher

Viele Menschen, die an Covid-19 erkrankt waren, leiden noch Monate später an vielen gesundheitlichen Beschwerden. Long Covid bezeichnet Corona-Spätfolgen, die nicht nur körperlicher, sondern auch seelischer Natur sind. Davon betroffen sind ca. zehn bis vierzehn Prozent der Corona-Infizierten. In Österreich schätzungsweise 60.000 bis 90.000 Personen.

 

Wer ist gefährdet?

Grundsätzlich kann jeder an Long Covid erkranken. Kinder, Jugendliche oder Erwachsene. Ältere und Menschen mit schweren Krankheitsverläufen sowie Vorerkrankungen tragen aber ein erhöhtes Risiko. Doch auch Personen mit milden, asymptomatischen Verläufen sind nicht davor gefeit. Frauen sind fast doppelt so oft betroffen, wie Männer. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass Frauen ein aktiveres Immunsystem haben und daher auch eher Autoimmunerkrankungen entwickeln.

 

Die Häufigsten Long Covid Symptome:

Die Langzeitfolgen von Covid-19 beeinträchtigen die körperliche und psychische Gesundheit und gehen mit Einschränkungen in der Funktionsfähigkeit und Lebensqualität einher. Die Symptome sind sehr verschieden, treten einzeln oder in Kombination auf und sind von unterschiedlicher zeitlicher Dauer. Die Krankheitsverläufe werden oft in Schüben erlebt und sind so verschieden, wie der Menschen selbst.

Laut Studienberichten leiden viele Long Covid Patienten unter:

  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • eingeschränkte Belastbarkeit
  • Kopfschmerzen
  • Atembeschwerden
  • Geruchs- und Geschmacksstörungen
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
  • depressive Verstimmungen
  • Schlaf- und Angststörungen
  • Brustschmerzen sowie Herzklopfen und Herzstolpern
  • Haarausfall ….

Das Coronavirus kann jede Zelle des Körpers befallen und schädigen, deshalb sind die Corona-Langzeitfolgen sehr individuell, vielfältig und von unterschiedlicher Ausprägung. Zur Zeit sind mehr als 100 verschiedene Long Covid Symptome bekannt, die die Betroffenen stark in ihrem Alltag einschränken. Selbst Monate nach Ausbruch der Krankheit, sind diese nicht in der Lage, ihr ursprüngliches Leistungsniveau zu erreichen.

Das Fatigue-Syndrom gehört zu den häufigsten Spätfolgen nach einer Corona-Infektion und bezeichnet einen dauerhaft anwesenden und krankhaften Erschöpfungszustand. Auslöser für das Fatigue-Syndrom können mitunter psychische Probleme während der Akutphase der Covid-19-Erkrankung sein. Die ständig präsente Angst um das eigene Leben und die Gesundheit sowie die erforderliche Isolierung, haben tiefe seelische Spuren hinterlassen, die es zu heilen gilt.

 

Tipps im Umgang mit Long Covid

Betroffene, die nach ihrer Corona-Infektion an Folgeschäden leiden, sollten als Erstes ärztlichen Rat einholen und sich an ihren Hausarzt wenden. Danach sollten sie ihr Hauptaugenmerk auf eine gesunde Lebensführung richten, für die ich folgend ein paar Anregungen zusammengefasst habe:

  • Finden Sie das richtige Maß an körperlicher und geistiger Aktivität und bleiben Sie innerhalb Ihrer Leistungsgrenzen. Führen Sie leichte, an Ihre Leistungsfähigkeit angepasste Aktivitäten durch, so wie es Ihnen gut tut.
  • Erstellen Sie eine Tagesstruktur, die Aktivitäts- und Ruhephasen beinhaltet, entsprechend Ihrem aktuellen Gesundheitszustand. Setzen Sie Prioritäten.
  • Nutzen Sie Entspannungstechniken. Sie helfen Ihnen im Umgang mit Ängsten, Druck, Stress und unterstützen die Regeneration.
  • Achten Sie auf eine leichte und gesunde Ernährung sowie eine ausreichende Trinkmenge.
  • Bitten Sie ggf. um Hilfe und Unterstützung bei Angehörigen und Freunden.

Genesen, aber nicht gesund, damit sehen sich gerade viele Covid-19-Erkrankte konfrontiert. Begleitet von lebenseinschränkenden Symptomen, ist ihr gewohntes Leben in weite Ferne gerückt. Zeitweise oder für immer?

Die meisten Long Covid Patienten werden (nach ersten Studienergebnissen) wahrscheinlich wieder ganz gesund und können in ihr „altes Leben“ zurückkehren. Alles was sie dabei brauchen, ist ein sehr langer Atem und jede Menge Geduld, da eine Genesung bis zu zwölf Monaten dauern kann. Doch einige Genesene werden feststellen, dass sie aufgrund der vorangegangenen Erlebnisse und Erfahrungen nicht mehr die sind, die sie vor der Erkrankung waren. Sie werden sich privat und vielleicht auch beruflich neu erfinden müssen.

 

Psychologische Hilfe bei Long Covid

Viele Long Covid Patienten fühlen sich der Situation gerade hilflos ausgeliefert. Sie sind auf der Suche nach Antworten und Informationen. Doch die Suche gestaltet sich schwierig, da vieles Rund um das Thema „Long Covid“ noch unklar ist. Erste wissenschaftliche Studien laufen, aber bis die ersten Ergebnisse vorliegen, werden viele Antworten, z.B. zur Ursache und Behandlung, ausbleiben bzw. auf Vermutungen und Empfehlungen beruhen. Für Long Covid Betroffene keine einfache Ausgangssituation. Die Ungewissheit schürt Ängste und Sorgen, die neben den Long Covid Symptomen noch zusätzlichen Ballast mit sich bringen.

Psychologische Begleitung kann in dieser herausfordernden Zeit sehr hilfreich sein und Entlastung schaffen. Einen Gesprächspartner zu haben, mit dem man ganz offen und ehrlich über seine Gedanken, Sorgen und Ängste sprechen kann. Der im Umgang mit Emotionen und deren Bewältigung Unterstützung bietet. Hilft, eine neue Tagesstruktur zu finden, die dem aktuellen Gesundheitszustand entspricht. Eine Lebensgestaltung, die einen besseren Umgang mit den Long Covid Symptomen ermöglicht, neue Lebenskraft schenkt und den Genesungsprozess fördert.

 

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Einblicke in meine systemische Arbeitsweise

 

Systemisch bedeutet, das Verhalten von Menschen nicht isoliert aus deren inneren Eigenschaften heraus zu betrachten, sondern aus ihren Beziehungen und Interaktionen untereinander und zu ihrer Umwelt.

Ich sehe mich als neutralen Gesprächspartner, der Menschen bei der individuellen Weiterentwicklung begleitet.

Meine Methoden oder Interventionen umfassen:

Fragetechniken:

     

  • Zirkuläres Fragen:
    Nützlich um Verbindungen zwischen Systemelementen und deren wechselseitigen Einflussnahmen herzustellen. Muster im System zu erkennen und auf Funktionalität oder Dysfunktionalität zu überprüfen. Funktionale Muster werden bestätigt oder verstärkt und dysfunktionale abgebaut.
  • Skalierungsfragen:
    Hilfreich um Unterschiede bewusst zu machen und diese zu betrachten
  •  

  • Reflexive Fragen:
    Förderlich um die Selbstwahrnehmung anzuregen und Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
  • Aufstellungen
    Bildliche Darstellung von Beziehungsmustern (Familie, Team, Gruppe usw.), egal ob frühere, künftige oder die IST-Situation. Durch das Aufstellen und Inszenieren der Systemmitglieder zueinander, besteht die Möglichkeit, Prozesse zu verdeutlichen und greifbar zu machen.
  • Externalisierung:
    Ermöglicht das Problem von der Person abzulösen und zu einer aktiven Lösungsfindung beizutragen.
  • Hypothetisieren:
    Mutmaßungen über etwas erstellen, die in weiterer Folge überprüft und dann entweder bejaht oder entkräftet werden. Öffnet den Zugang zu neuen Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten.
  • Lösungs- und Ressourcenorientierung:
    Der Fokus liegt auf den vorhandenen Fähigkeiten der Person und orientiert sich an dessen Stärken. Das Augenmerk liegt nicht auf dem Problem und deren Ursachensuche, sondern auf der Entwicklung von Lösungen.
  • Arbeit mit dem Inneren Team:
    Es geht um die Nicht-Akzeptanz von Teammitgliedern, wie z.B. dem inneren Kritiker und seinen Folgen. Innere Konflikte zu lösen.
  • Imagination:
    Stabilisierung durch innere Bilder
  • Visionboard:
    Mit Hilfe von Bildern und Collagen Ziele bzw. Lebensvisionen visualisieren und manifestieren.

Voraussetzungen für die Inanspruchnahme des Gesundheitshunderters

 

- Sie sind nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) oder Bäuerlichen Sozialversicherungsgesetz (BSVG) krankenversichert.

-Sie wählen zwischen einem von der SVS qualitätsgeprüften oder einem individuellen Programm

-Zusätzliche Voraussetzung bei den individuellen Programmen: Absolvierung einer Vorsorgeuntersuchung! Diese entfällt für Gewerbetreibende und Neue Selbständige bei Vorliegen einer positiven Teilnahme am Programm "Selbständig Gesund".

-Sie investieren mindestens 150 Euro in Ihre Gesundheit und zahlen die Rechnung ganz normal im Voraus.

-Danach stellen Sie den Antrag auf einen Gesundheitshunderter mit einer Rechnungskopie bei Ihrer Landesstelle oder gleich online.

-Die Antragstellung für einen Gesundheitshunderter ist einmal pro Jahr möglich.

 

Wenn Sie am Programm „Selbständig Gesund - Meine Gesundheitsziele“ teilnehmen,  müssen Sie kein Befundblatt vorlegen.